03.03.2020 | Crossover Corona-Virus: Der Fakten-Check - hier sind die wichtigsten Antworten

Der Corona-Virus ist ein großes Thema in der Rock-Republik - wir haben euch die wichtigsten Fakten und Antworten gesammelt.

Ein Virus hält die Welt auf Trab:  Corona ist das bestimmende Gesprächsthema in der Rock-Republik und in der Welt - wir behalten für euch den Überblick. Hier haben wir für euch die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus zusammengefasst. Wie erkenne ich die Symptome? Wer ist gefährdet? Und wie kann ich mich schützen?

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In den ROCK ANTENNE Nachrichten und im Programm halten wir euch selbstverständlich immer auf dem Laufenden über alle aktuellen Entwicklungen und Änderungen! 

Aktuelle Infos zu Veranstaltungen

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat bei einer Pressekonferenz in Wien neue Maßnahmen der Regierung angekündigt, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Demnach werden bis 3. April größere Veranstaltungen verboten. Das heißt: Indoor-Veranstaltungen über 100 Teilnehmer und Outdoor-Veranstaltungen über 500 Teilnehmer werden abgesagt. 

Antworten auf allgemeine Fragen zum Thema Konzertabsagen findet ihr hier: 

  • Ein Konzert, eine Veranstaltung oder ein Fußballspiel wird wegen Coronavirus abgesagt. Bekomme ich mein Geld für das Ticket zurück?

    Erster Ansprechpartner und Anlaufstelle ist für euch immer die Verkaufsstelle, wo ihr die Tickets gekauft habt und der jeweilige Veranstalter. Viele Veranstalter suchen nach Ersatz- und Ausweich-Terminen und wollen die Events auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Sollte die Veranstaltung allerdings komplett abgesagt werden und ausfallen, habt ihr grundsätzlich einen Erstattungsanspruch und erhaltet das Geld für die Eintrittskarte zurück. Detaillierte Infos dazu gibt es üblicherweise im Zuge der Absage insbesondere vom Veranstalter. 

  • Was ist, wenn die für ein konkretes Datum angesetzte Veranstaltung verschoben wird? Bekomme ich hier mein Geld zurück?

    Sofern ihr an dem Ausweich- oder Ersatztermin keine Zeit haben solltet oder aus anderen Gründen die Veranstaltung nicht besuchen könnt, müsst ihr eine Verschiebung grundsätzlich nicht hinnehmen. Hier habt ihr grundsätzlich das Recht, euer Ticket gegen Erstattung des Ticketpreises zurückzugeben. Anders sieht es bei Veranstaltungen aus, für die kein konkretes Datum festgelegt wurde. Hier habt ihr kein Recht auf eine Rückzahlung.

  • Bekomme ich mein Geld für das Ticket zurück, wenn ich aus Angst vor Corona-Infektionen mein Ticket freiwillig zurückgebe?

    Zurückgeben könnt ihr die Karten schon, ihr habt aber kein Recht auf eine Rückerstattung des Ticketpreises. Die Angst vor dem Corona-Virus ist kein Grund, das Geld für das Ticket zurückzuverlangen, wenn die Veranstaltung normal stattfindet.

  • Eine Veranstaltung wird abgesagt, bekomme ich jetzt das Geld für Hotel und Bahn zurück?

    Bei einer Zug- oder Hotelbuchung für einen Veranstaltungsbesuch seid ihr bei einer Absage auf die Kulanz des Hotels bzw. der Bahn angewiesen. Etwaige Stornokosten bekommt ihr nicht vom Veranstalter zurückerstattet.

Symptome: Wie äußert sich eine Corona-Infektion?

  • Wie unterscheiden sich Corona und Grippe?

    Die Symptome von Corona und Grippe sind ähnlich: Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen. Und genau diese unspezifischen Symptome sind das Tückische. Ob es sich um das Corona-Virus oder eine klassische Grippe handelt, ist nicht einfach zu unterscheiden. Wichtig ist deshalb, dass Betroffene und Verdachtsfälle prüfen, zu welchen Personen sie Kontakt hatten und ob diese zum Beispiel in einer Region waren, wo sich das Corona-Virus schon stark verbreitet hat.

  • Wie verläuft eine Erkrankungen durch das Corona-Virus?

    Viele Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, haben nur leichte Erkältungssymptome wie Frösteln und Halsschmerzen - oder gar keine. Hinzukommen können Fieber, Husten und Atemprobleme, wie sie auch bei einer Grippe auftreten. Auch Kopfschmerzen oder Durchfall sind möglich. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage.

  • Wann führt das Virus zu Komplikationen?

    Wenn die Infektion tief in die Atemwege eindringt, können Patienten eine Lungenentzündung bekommen. Das ist prinzipiell zwar auch bei Grippe-Patienten möglich. Doch wenn Betroffene Kontakt zu Menschen aus Corona-Risikogebieten hatten, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine Corona-Infektion handelt.

  • Was sollte ich tun, wenn ich Symptome zeige?

    Um eine Ausbreitung des Coronavirus von Italien nach Bayern möglichst gering zu halten, will die Staatsregierung vor allem Reisende so gut wie möglich aufklären. Wer grippeähnliche Symptome und beispielsweise Atemnot habe, solle zunächst seinen Hausarzt anrufen und abklären, ob es sich um eine Infektion mit der neuartigen Lungenkrankheit handeln könne, rät Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Schutz vor dem Corona-Virus

  • Wie lässt sich die neue Lungenkrankheit behandeln?

    Eine spezielle Therapie für die Erkrankung Covid-19 gibt es nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symptomatisch behandelt: mit fiebersenkenden Mitteln, der Therapie etwaiger bakterieller Zusatzinfektionen und mitunter mechanischer Beatmung. In Einzelfällen werden auch antivirale Medikamente getestet.

  • Wie kann ich mich sonst vor einer Ansteckung schützen?

    Zum Schutz vor diesem wie auch anderen Viren empfehlen Experten gewöhnliche Hygienemaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen, Desinfektionsmittel und Abstand zu Erkrankten. Den Nutzen von normalen Atemmasken - wie derzeit in China und anderen Ländern überall auf den Straßen zu sehen - schätzen Experten als eher gering ein. Helfen kann es, Umarmungen und Händeschütteln einzuschränken und von vielen Menschen berührte Oberflächen wie Türklinken, Haltegriffe und Aufzugknöpfe nicht anzufassen.

  • Gibt es eine schützende Impfung?

    Nein. Etliche Labors weltweit forschen derzeit an Impfstoffen wie es sie auch für die Grippe gibt. Die Entwicklung einer Schutzimpfung nimmt aber viel Zeit in Anspruch. WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan glaubt, dass erste Impfstoff-Tests an Menschen in drei bis vier Monaten beginnen könnten. Ein zertifizierter Impfstoff für weitreichenden Einsatz stehe aber wohl erst in 18 Monaten zur Verfügung.

  • Das US-Biotechunternehmen Moderna hatte am Montag berichtet, einen Impfstoff-Kandidaten entwickelt und an das US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) geliefert zu haben. Dessen Direktor Anthony Fauci kündigte laut CNN erste klinische Studien für Ende April an. Auch er rechnete demnach damit, dass es ein bis anderthalb Jahre dauere, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Weitere Fragen & Antworten
  • Was ist das Gefährliche am Corona-Virus?

    Gerade bei Personen, die Vorerkrankungen haben, kann das Virus diese so stark verschlimmern, dass die Patienten zum Beispiel mit Lungenentzündung auf der Intensivstation beatmet werden müssen oder daran versterben können oder das Organversagen dann einsetzt.

  • Wie gefährlich ist das Corona-Virus für Kinder?

    Das Thema Corona-Virus beschäftigt auch viele Eltern - für sie stellt sich die Frage, wie gefährdet ihre Kinder durch das Virus sind. Tatsächlich sind Kinder nach aktuellem Stand von der Erkrankung nicht so stark betroffen. Im Gegensatz zu anderen Infektionserkrankungen scheint diese Erkrankung im Kindesalter milde abzulaufen. Kinder spielen nach bisherigem Erkenntnisstand also eher eine Rolle bei der Übertragung. 

  • Wer ist am meisten gefährdet?

    Statistiken zeigen, dass derzeit etwa 2/3 der Erkrankten Männer sind. Insbesondere Männer mit Vorerkrankungen, zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder des Immunsystems sind besonders gefährdet. Auch das Alter ist entscheidet. Umso älter man ist, umso gefährdeter ist man für einen schwerwiegenden Verlauf.

  • Schützt mich eine Grippeschutzimpfung vor dem Corona-Virus?

    Leider nicht. Kommen im schlimmsten Fall eine Grippe und eine Coronaviruserkrankung zusammen, sei eine vorherige Impfung sinnvoll, vor allem bei besonders gefährdeten Menschen wie älteren Mitbürgern oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

  • Warum verbreitet sich das Virus so schnell?

    Das Problem ist, dass viele Erkrankte bereits vor Ausbrechen der Symptome schon ansteckend sind und das Virus somit unbewusst weitergeben.

  • Was mache ich, wenn ich den Verdacht habe, erkrankt zu sein?

    Erstmal Ruhe bewahren und Kontakt mit anderen Menschen umgehend einstellen – also von der Arbeit nach Hause gehen, nicht noch schnell einkaufen oder ähnliches und einen Arzt anrufen. Dieser wird mit dem Patienten zusammen die Infektions-Wahrscheinlichkeit besprechen und das Risiko entsprechend einordnen. In Fällen, bei denen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus vermutet wird, wird der Arzt den Patienten isolieren, entweder zuhause oder im Krankenhaus. Hierfür findet ein vorhergehender Hausbesuch des Arztes statt. Wer Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatte, sollte außerdem das zuständige Gesundheitsamt anrufen.

  • Was kann ich für meine Sicherheit tun?

    Die Verhaltensweisen sind mit denen zum Schutz vor Grippeviren identisch - regelmäßiges und gründliches Händewaschen, richtiges Husten und Niesen sowie Abstand zu Erkrankten halten, sind die effektivsten Schutzmaßnahmen im Alltag. Dazu in öffentlichen Bereichen so wenig wie möglich anfassen und natürlich mit ungewaschenen Händen nicht ins Gesicht fassen. Das Virus ist nicht nur von Mensch zu Mensch übertragbar, derzeit wird zusätzlich vermutet, dass auch Oberflächen zumindest kurzzeitig Überträger sein können.

  • Hilft ein Mundschutz?

    Für Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll sein, um zu verhindern, dass der Erkrankte das Virus weitergibt. Es gibt jedoch keine hinreichenden Beweise dafür, dass das Tragen eines Mundschutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person verringert

Allgemeine Infos & Hotlines

Weitere (Fach)Informationen zum Coronavirus findet ihr auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums und der AGES.

Im Krankheits-/Verdachtsfall ist der erste Ansprechpartner immer der Hausarzt / Kinderarzt - diese am besten telefonisch kontaktieren. 

Expertinnen und Experten der AGES beantworten eure Fragen rund um das Coronavirus unter der Hotline 0800 555 621. Der Service ist 24 Stunden täglich erreichbar.