Eminem

Eminem (* 17. Oktober 1972 in St. Joseph, Missouri als Marshall Bruce Mathers III), auch bekannt als Slim Shady, ist ein US-amerikanischer Rapper, Sänger, Songwriter, Produzent und Schauspieler. Der Name Eminem ergibt sich aus der Aussprache seiner Initialen „M & M“ (gesprochen: „M and M“, „M ’n’ M“, „Em(i)nem“) und wird oft EMINƎM geschrieben.

Er ist Grammy- und Oscar-Preisträger und laut dem Billboard-Magazin der erfolgreichste Musiker der 2000er-Jahre in den Vereinigten Staaten. So sind seine Alben The Eminem Show das dritt- und The Marshall Mathers LP das siebentbestverkaufte Album des Jahrzehnts in den USA. Weltweit hat er in seiner Karriere laut Schallplattenauszeichnungen bislang über 244 Millionen Tonträger verkauft, womit er zu den erfolgreichsten Einzelinterpreten aller Zeiten gehört.

Das Magazin Rolling Stone erhob ihn 2011 zum „King of Hip-Hop“. Der Rapper ist Inhaber des Musiklabels Shady Records und Mitglied der Hip-Hop-Formationen D12 sowie Bad Meets Evil.

Leben

Kindheit und Jugend

Eminem wurde 1972 als Marshall Bruce Mathers III in St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri geboren, wo er auch seine ersten Lebensjahre verbrachte. Seine Eltern Marshall Bruce Mathers II und Deborah „Debbie“ Briggs heirateten 1972. Der Vater verließ die Familie jedoch, als Eminem drei Monate alt war. Seine bei der Geburt erst 17 Jahre alte Mutter war nach Aussage Eminems drogenabhängig, gewalttätig und litt zudem (in den Songs Cleanin’ Out My Closet, My Mom und Baby erwähnt) unter dem Münchhausen-Stellvertretersyndrom, eine Form der Kindesmisshandlung, bei der Mütter Krankheiten ihres Kindes erfinden und vortäuschen. Die Familie zog oft um, was zu mehreren Schulwechseln des jungen Marshall Mathers führte. Dieser wurde als „der Neue“ oft Opfer von Mobbing in der Schule – Anfang 1982 lag Marshall nach einer besonders heftigen Prügelattacke eines Mitschülers fünf Tage lang mit Hirnblutungen im Koma. Außerdem erlitt er einen zeitweisen Seh- und Gehörverlust. Deborah Mathers verklagte die Schule, das Verfahren wurde allerdings ein Jahr später eingestellt. Im Alter von 12 Jahren zog Mathers mit seiner Mutter nach Warren, einer von Kriminalität geprägten Vorstadtgemeinde von Detroit in Michigan. Hier verbrachte er seine Jugend als Weißer in einer überwiegend von Afroamerikanern bewohnten Gegend.

Eminems Halbonkel Ronald „Ronnie“ Polkinghorn, der nur wenige Monate älter als Eminem war, begeisterte ihn für den Rap. Vor allem die Beastie Boys und N.W.A. wurden zu seinen musikalischen Vorbildern. Unter dem Pseudonym „M & M“ begann Mathers im Alter von 14 Jahren selbst zu rappen und beteiligte sich des Öfteren an Freestyle-Battles an der Osborn High School. Bereits dort konnte er sich einen Namen als Undergroundrapper machen. Im Alter von 15 Jahren lernte er seine spätere Frau Kimberly Ann Scott, genannt Kim, kennen. Nachdem er die neunte Schulstufe aufgrund von schlechten Noten und Fernbleiben vom Unterricht zweimal wiederholt hatte, brach Eminem im Alter von 17 Jahren die Schule ab. Nach der Highschool verdiente er sich Geld mit verschiedenen Aushilfsjobs und wechselte häufig seine Wohnung, meist weil er die Miete nicht bezahlen konnte.

1991 erschoss sich Mathers’ Onkel Ronnie Polkinghorn mit einer abgesägten Schrotflinte. Dieser tragische Vorfall prägte Eminem sehr, da sein Onkel für ihn Vorbild, Vaterersatz und Freund gewesen war.

1992–1998: Erste Erfahrungen

1992 wurde Marshall Mathers vom Detroiter Label FBT Productions der Brüder Mark und Jeff Bass unter Vertrag genommen und stieß zur Rapcrew „Bassmint Productions“ (bestehend aus Proof, Chaos Kid, Manics, DJ Buttafingas und M & M). Die Gruppe benannte sich später in „Soul Intent“ um und veröffentlichte 1995 über Mashin’ Duck Records ihre erste Single „Fuckin’ Backstabber“.

1995 gab Eminem seinen bis dahin benutzten Künstlernamen „M & M“ auf, um namensrechtliche Probleme mit der Mars Inc., dem Hersteller der Süßigkeit M&M’s, zu vermeiden und nannte sich Eminem. Am 25. Dezember 1995 wurde Mathers’ und Scotts Tochter Hailie Jade geboren. Zudem adoptierte das Paar Scotts Nichte Alaina, nachdem deren Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren.

1996 lernte er seinen späteren Manager Paul Rosenberg kennen, einen früheren Rapper und angehenden Anwalt. Im selben Jahr nahm er mit FBT-Productions sein Debüt-Album Infinite auf, das in einer Auflage von tausend Kassetten sowie 100 Vinyl-Platten erschien und von Eminem meist als Demo benutzt wurde, um sich bei Verlagen vorzustellen. Eine besondere Beachtung bei den Käufern fand Infinite nicht, nur 250 Stück wurden verkauft.

1996 begründete der Rapper Proof ein loses Kollektiv von sechs Rappern, zu dem Eminem nach dem gewaltsamen Tod eines Mitgliedes zuletzt hinzustieß. Proof regte an, dass sich jeder Teilnehmer ein Alter Ego schaffen solle, um hinter dessen Maske unbeschwert seinen eigenen Hardcore-Style zu kreieren. Da aus den ursprünglich sechs Rappern im übertragenen Sinne zwölf wurden, nannte er die Verbindung D12, Dirty Dozen (engl. für Dreckiges Dutzend). Eminem erschuf sich daraufhin die Figur „Slim Shady“ und nahm die Slim Shady EP auf.

1997 konnte Eminem den zweiten Platz bei der Rap-Olympiade erringen sowie den Freestyle Performer of the Year-Award gewinnen. So wurde Jimmy Iovine, CEO von Interscope Records, auf den Detroiter Rapper aufmerksam und spielte dem Produzenten Dr. Dre eine Kopie der Slim Shady EP vor. Dieser nahm Eminem daraufhin unter Vertrag und produzierte mit ihm aus der Slim Shady EP das Album The Slim Shady LP.

1999–2005: Kommerzieller Erfolg

The Slim Shady LP erschien im Februar 1999 und erreichte Platz 2 der amerikanischen Billboard Charts. Das Album erhielt für mehr als vier Millionen verkaufte Einheiten in den USA am 14. November 2000 vier Platin-Auszeichnungen. Mit der steigenden Popularität begannen auch kontroverse Debatten über die Texte des Rappers. Im Song ’97 Bonnie and Clyde beschreibt er etwa, wie er mit seiner Tochter an den Strand fährt, um die Leiche ihrer Mutter loszuwerden, während der Song Guilty Conscience damit endet, dass Eminem einen Mann dazu überredet, dessen Frau und deren Geliebten zu erschießen. Eminem tritt in diesem Song als lyrisches Ich auf, das den Gegenspieler zum schlechten Gewissen der Personen bildet. Diesem leiht Dr. Dre seine Stimme und ermahnt die Personen zu rationalem und besonnenem Handeln.

Am 17. September 1999 verklagte Deborah Mathers ihren Sohn auf 10 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld wegen übler Nachrede, da er sie in mehreren Interviews als „unstable, law suit-happy drug user“ („labile, prozessfreudige Drogenabhängige“) bezeichnet hatte. Die Klage wurde fallen gelassen, nachdem man sich auf eine Zahlung von 10.000 US-Dollar einigte.

Im Mai 2000 wurde das Album The Marshall Mathers LP veröffentlicht, auf dem Eminem sich vor allem mit seinem Aufstieg zum Star und dem damit verbundenen Einfluss auf die Gesellschaft und Jugend befasste. Neben ernsteren Liedern wie der Single Stan, die unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien die Spitzenposition der Charts erreichte, gab es auch auf diesem Album erneut sehr kontrovers diskutierte Lieder. So lautet eine Zeile aus dem Song I’m Back: „I take seven (kids) from (Columbine), stand ’em all in line“ und der Text des Songs Kim ist ein fiktiver Dialog, an dessen Ende Eminem seine Ex-Frau umbringt.

Im August 2000 wurde Eminem zu zwei Jahren Haftstrafe auf Bewährung wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt, nachdem der Rapper während einer Auseinandersetzung mit einem Geliebten seiner Ehefrau eine ungeladene Waffe gezogen und den Mann krankenhausreif geschlagen hatte. Die am 14. Juni 1999 geschlossene Ehe Scotts und Mathers’ wurde am 11. Oktober 2001 nach einem Selbstmordversuch Scotts wieder geschieden. Gleichzeitig verklagte Kimberly Scott ihn auf 10 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld und das Sorgerecht der Kinder wegen übler Nachrede, nachdem Eminem sie bei mehreren Auftritten diffamiert hatte.

2001 verklagte D’Angelo Bailey, ein ehemaliger Mitschüler Mathers’, den Rapper auf 1 Million US-Dollar. Eminem hatte ihn 1999 in einem Song namens Brain Damage als „fettes Kind“ bezeichnet, das ihn mehrmals gemobbt und verprügelt habe. Bailey meinte, durch den Song in einem falschen Licht dargestellt zu werden, und verlangte Schadenersatz. Die Richterin wies die Klage aber zurück – ihre Begründung, der Song überhöhe das Geschehen erkennbar fiktiv, verkündete sie in Rapform.

Im Mai 2002 erschien Eminems viertes Studioalbum, The Eminem Show. Dieses Album war auch die erste Veröffentlichung des Musiklabels Shady Records, das im Jahr 1999 von Eminem und seinem Manager Paul Rosenberg gegründet wurde. Das Album unterscheidet sich von seinen Vorgängern vor allem dadurch, dass die Texte weniger aggressiv sind. Obwohl weiterhin kontroverse Themen wie Rassismus, Kritik an der US-Regierung, Terrorismus sowie Frauenverachtung behandelt werden, bekommt das Album durch die Abkehr vom Horrorcore-Rap und durch Eminems ernste und persönliche Vortragsweise einen etwas sanfteren Ton. Lediglich die erste Single Without Me hielt an der Tradition fest, andere Berühmtheiten zu verspotten. Im selben Jahr spielte Eminem die Hauptrolle in dem halb-autobiographischen Film 8 Mile. Darin verkörperte er einen weißen Rapper namens Rabbit. Für sein Kino-Debüt erntete Eminem überwiegend positive Kritiken und gewann sogar einen Oscar für Lose Yourself als besten Original-Song. Der Song wurde zudem mit dem Grammy Award for Best Rap Song und dem Grammy Award for Best Male Rap Solo Performance ausgezeichnet und war für die Kategorien Record of the Year und Song of the Year nominiert.

2003 übernahm Mathers auch das Sorgerecht für Kimberlys zweite Tochter Whitney, deren biologischer Vater er nicht ist. Bei den Grammy-Verleihungen erhielt Eminem drei Auszeichnungen. Doch die Schattenseiten des Erfolgs ließen nicht auf sich warten: Mathers, der bei einem Großteil seiner Konzerte unter Drogeneinfluss stand, wurde abhängig von Vicodin, Valium und Ambien. Zunächst stritt der Rapper Gerüchte über seine Abhängigkeit allerdings ab.

Im November 2004 erschien das Nachfolgealbum Encore. Bereits im Verlaufe des Jahres 2004 hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, Eminem wolle nur noch ein Album machen und sich anschließend aus dem Musikgeschäft zurückziehen. Der Rapper äußerte sich dazu nicht und hielt sich sogar bei der Albumpräsentation diesbezüglich bedeckt. Encore setzte Eminems Abkehr vom Horrorcore-Rap fort und enthielt viele ernste Tracks. So kritisierte Mathers die Politik von George W. Bush, verarbeitete verschiedene Beefs und widmete das Lied Mockingbird seiner Tochter. Allerdings enthielt auch dieses Album einige kontroverse Songs. Eminem macht sich in Just Lose It mehrmals über Michael Jackson und dessen Kindesmissbrauchsprozess lustig. Eine Woche nach Veröffentlichung der Single äußerte Jackson seinen Missmut über das Lied in einer Radioshow und Stevie Wonder bezeichnete das Musikvideo als „einen Mann schlagen, während er am Boden ist“. Daraufhin entschlossen sich einige amerikanische TV-Stationen, das Video nicht zu spielen.

Im August 2005 musste Eminem die „Anger Management“-Tournee wegen Erschöpfung abbrechen und begab sich aufgrund seiner Medikamentenabhängigkeit in Therapie. Diese blieb allerdings erfolglos.

2006–2008: Musikalische Auszeit

Am 2. Dezember 2005 erschien das Best-of-Album Curtain Call: The Hits. Es sollte laut Eminem „das Ende eines Abschnitts [seiner] Karriere“ sein und auch das Ende seines Alter Egos Slim Shady. Am 14. Januar 2006 heirateten Mathers und Scott zum zweiten Mal, bereits am 6. April desselben Jahres wurde jedoch erneut die Scheidung eingereicht. Am 11. April 2006 wurde Proof, Trauzeuge und enger Freund von Eminem, bei einer Schießerei vor einem Detroiter Nachtclub erschossen. Diese Schicksalsschläge führten zu einer Verschlimmerung von Mathers’ Drogen- und Alkoholproblemen.

Im Dezember 2006 erschien der Sampler Eminem Presents: The Re-Up, auf dem alle zu diesem Zeitpunkt bei Shady Records unter Vertrag stehenden Künstler vertreten waren.

Ab Mitte 2007 kursierten, aufgrund von Aussagen anderer Rapper seines Labels Shady Records, Gerüchte über ein neues Eminem-Album. Jeff Bass arbeitete mit Eminem an mehr als 25 Titeln, von denen aber schlussendlich keiner seinen Weg auf die Platte fand. In dieser Periode litt der Rapper außerdem an einer Schreibblockade.

Ende 2007 kam Mathers nach Einnahme einer Überdosis Methadon ins Krankenhaus und begann eine Entziehungskur gegen seine Opioidabhängigkeit, die diesmal erfolgreich endete. Laut eigener Aussage ist Eminem seit dem 20. April 2008 clean. Ab September 2008 nahmen Eminem und Dr. Dre neue Songs in Florida auf und stellten das neue Album innerhalb der nächsten Monate fertig.

2009 bis heute: Fortsetzung

Erst im Mai 2009 erschien Eminems nächstes Studioalbum, Relapse. Hauptthemen des Albums sind seine überwundene Tablettenabhängigkeit und seine Entzugstherapie, er spielte aber auch auf seine vierjährige Öffentlichkeitsabwesenheit an. Entgegen seiner Ankündigung von 2005 ließ er sein Alter Ego Slim Shady in einigen Liedern, bei denen er sich in die Rolle eines Serienmörders versetzt, „wiederauferstehen“.

Um die Zeit bis zur Veröffentlichung eines weiteren Albums zu überbrücken, erschien im Dezember 2009 ein Re-Release von Relapse unter dem Namen Relapse: Refill mit sieben zusätzlichen Songs. Im Juni 2010 erschien dann Eminems mittlerweile siebtes Soloalbum Recovery, welches ursprünglich unter dem Namen Relapse 2 für Ende 2009 angekündigt worden war. Auf Recovery sind Kollaborationen mit bekannten Musikgrößen wie Rihanna, Pink oder Lil Wayne zu finden – ein klarer Bruch zu früheren Alben, auf denen stets nur mit Eminem eng verbundene Künstler zu hören waren. Bemerkenswert ist, dass Eminem sich auf diesem Album von seinen früheren Alben Encore und Relapse distanziert, da er beim Aufnehmen dieser Alben unter Drogeneinfluss stand beziehungsweise in Therapie war. Recovery konnte an den Erfolg früherer Veröffentlichungen nahtlos anknüpfen, erreichte in vielen Staaten Platz eins der Charts und brachte dem Rapper mehrere Grammy-Nominierungen ein. Auch die ersten beiden Singles Not Afraid und Love the Way You Lie waren äußerst erfolgreich und verkauften sich millionenfach.

Im Juli 2010 trat Eminem das erste Mal seit fünf Jahren wieder bei großen Festivals, unter anderem auch beim bekannten Openair Frauenfeld, auf. Diese als The Recovery Tour bezeichneten Auftritte waren gleichzeitig die ersten in seiner Karriere, bei denen er nüchtern und clean war.

Am 13. Juni 2011 erschien die EP Hell: The Sequel, die Eminem zusammen mit seinem Freund und Rapper Royce da 5′9″ aufnahm.

Im Mai 2012 gab Eminem bekannt, an seinem achten Soloalbum zu arbeiten, von dem am 14. August 2013 mit Survival ein erstes Lied veröffentlicht wurde, das gleichzeitig auf dem Soundtrack des Videospiels Call of Duty: Ghosts enthalten ist. Bei den MTV Video Music Awards am 25. August 2013 wurde das Erscheinen von Eminems achtem Studioalbum The Marshall Mathers LP 2 für den 5. November 2013 angekündigt. Die erste Singleauskopplung Berzerk erschien am 27. August. Nachdem Anfang Oktober die Tracklist des Albums sowie ein Video zu Survival veröffentlicht worden war, erschien am 15. Oktober mit Rap God eine weitere Singleauskoppelung. Am 29. Oktober 2013 wurde der Song The Monster, bei dem Eminem wieder mit der Sängerin Rihanna zusammen arbeitet, als vierte Single veröffentlicht. Das Album konnte an den kommerziellen Erfolg Recoverys anknüpfen und stieg in über zehn Ländern – darunter Deutschland, USA und Großbritannien – an die Spitze der Charts.

In den folgenden drei Jahren trat Eminem vor allem als Featuregast und Produzent in Erscheinung – so fungierte er für die Alben von Skylar Grey (Don’t Look Down) und Yelawolf (Love Story) als Ausführender Produzent. Für den Film Southpaw, in dem er zwischenzeitlich die Hauptrolle hätte übernehmen sollen, war er für den Soundtrack verantwortlich. 2014 präsentierte er mit seinem Manager Paul Rosenberg und der Gruppe Slaughterhouse das Live-Battle-Rap-Format Total Slaughter. Die Hauptveranstaltung fand am 12. Juli im New Yorker Hammerstein Ballroom statt, nachdem in Kooperation mit der Musik-Website WatchLOUD eine vier Episoden umfassende Road to Total Slaughter Video-Reihe produziert worden war.

Im selben Jahr war Eminem auf dem Kompilationsalbum Shady XV seines Labels vertreten, das anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von The Slim Shady LP erschien. Es enthält Songs von allen zu diesem Zeitpunkt bei Shady Records unter Vertrag stehenden Künstlern und wurde am 24. November 2014 veröffentlicht. In einem am 10. November veröffentlichten 18-minütigen Promo-Video – eine in den jeweiligen Heimatstädten von Yelawolf, den Slaughterhouse-Künstlern und Eminem selbst aufgezeichnete A-cappella-Cypher – rappt er knapp sieben Minuten ohne Schnitt ein battlelastiges Arrangement aus Freestyle und Text.

Dieselbe Form der Promotion wählte er erneut im Oktober 2016, als er den siebenminütigen Gratistrack Campaign Speech – als One-Take aufgenommen, untermalt durch minimale Instrumentierung – veröffentlichte und ankündigte, an einem neuen Album zu arbeiten.

Bei den BET Hip Hop Awards 2017 wurde eine weitere A cappella-Performance von Eminem mit dem Titel „The Storm“ ausgestrahlt, in der er den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump attackiert. Darin griff er unter anderem Trumps Umgang mit Krisensituationen wie den Hurrikanunglücken von Puerto Rico und dem Massenmord in Las Vegas an und warf ihm vor, mit Twitter-Streitereien über Proteste gegen Rassismus in der National Football League von wirklichen Problemen ablenken zu wollen, wobei er ihn als unpatriotisch und rassistisch darstellte und auch vulgär beleidigte. Ferner bezichtigte er Trump der Kriegstreiberei und verglich dessen Politik gegenüber Nordkorea mit einem Kamikaze-Flieger, der einen „nuklearen Holocaust“ auslösen könnte.

Am 10. November 2017 wurde mit dem Song Walk on Water, auf dem auch die Sängerin Beyoncé zu hören ist, die erste Single aus seinem neunten Studioalbum Revival veröffentlicht, das am 15. Dezember 2017 erschien. Vor allem die Single River, an der der britische Sänger Ed Sheeran mitwirkte, erreichte hohe Chartplatzierungen.

Am 31. August 2018 veröffentlichte Eminem unangekündigt sein zehntes Studioalbum Kamikaze.

Quelle: Wikipedia.org