19.10.2021 | Specials Run For Cover: 10 Rock-Stars, die mit Cover-Songs Erfolge feierten

Klar - ein Original bleibt immer ein Original. Doch so manche/r Künstler/in hat eine Cover-Version herausgebracht, das mehr als eine Hommage war. Wir stellen euch fünf Rockstars vor, die sich bei anderen bedienten.

Foto: WMG / Blackheart Records / Sony Music

The Who, The Easybeats, The Kinks und The Yardbirds - David Bowie hat wahrlich eine ausgezeichnete Wahl an Künstlern getroffen, die er für sein siebtes Studioalbum covern wollte. Pin Ups erschien am 19. Oktober 1973 und wurde ein weiterer Erfolg in der großartigen Karriere des Thin White Dukes.

Cover-Versionen erfreuen sich im Rock-Business bis heute großer Beliebtheit. So haben etwa Größen wie Motörhead und Johnny Cash bereits mit LPs voller Neuauflagen aufgetrumpft - und auch unsere Freunde von Eisbrecher lieferten mit Schicksalsmelodien ein reines Cover-Werk!

Doch manche Rock-Stars haben ganz eigene große Erfolge gefeiert mit Songs, die eigentlich gar nicht aus ihrer Feder stammen. Hier könnt ihr euch durch zehn Beispiele klicken!

  • Van Halen - "You Really Got Me"

    Schon auf ihrem Debütalbum zeigten Van Halen eindrucksvoll, was sie drauf hatten - vor allem die Gitarrenkünste von Eddie Van Halen stachen heraus! Die erste Single, die die Hard Rocker auskoppelten, war allerdings ein Cover: "You Really Got Me", im Original von The Kinks. Die Rock-Welt war dennoch mehr als begeistert vom Sound der Jungs aus Pasadena!

    The Kinks - "You Really Got Me"

  • Joan Jett - "I Love Rock'n'Roll"

    Nach dem Ende der Runaways, startete Joan Jett solo durch - und zwar mit einem Cover! Ihre Version des Hits "I Love Rock'n'Roll" katapultierte die Rock-Röhre auf Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts, wo sie sich satte sieben Wochen hielt. Das Original stammt aus der Feder der britischen Band The Arrows, die zwischen 1974 und 1977 ein paar Achtungs-Erfolge feierten, sich aber nach kurzer Zeit auflösten. 

    The Arrows - "I Love Rock'n'Roll"

  • Elvis Presley - "Hound Dog"

    Mit "Hound Dog" krönte sich Elvis Presley endgültig zum King of Rock'n'Roll - doch wie Fans womöglich wissen: Elvis hat keinen einzigen seiner Songs selbst geschrieben! So war es auch bei "Hound Dog", der vom legendären Songwriter-Duo Jerry Leiber und Mike Stoller geschrieben wurde - und zwar für Blues-Star Big Mama Thornton. Was man Elvis allerdings lassen muss, ist, dass er seine Nummern stets eigen arrangierte, weswegen sich die beiden Versionen ziemlich unterscheiden!

    Big Mama Thornton - "Hound Dog"

  • The Beatles - "Twist And Shout"

    Jaaa - auch die Beatles waren mal eine junge, aufstrebende und vor allem unbekannte Band! Da schadet der ein oder andere Cover-Song im Programm nicht - bei den Fab Four handelte es sich um "Twist and Shout". Viele kannten und kennen die Nummer von den Isley Brothers - im Original kommt die allerdings von den Top Notes! Diese Version hört ihr hier:

    Top Notes - "Twist And Shout"

  • The Clash - "I Fought The Law"

    Einer der größten Klassiker der Punk-Legenden von The Clash - aber nicht aus der Feder von Joe Strummer: "I Fought The Law"! Geschrieben hat die Nummer nämlich ein gewisser Sonny Curtis mit seiner Band The Crickets... kommt euch der Name bekannt vor? Na kein Wunder: Das war die Begleit-Band von keinem Geringeren als Buddy Holly, der den Song später ebenfalls schmetterte.

    Buddy Holly & The Crickets - "I Fought The Law"

  • Jimi Hendrix - "Hey Joe"

    Jimi Hendrix' "Hey Joe" ist zweifellos ein Rock-Song für die Ewigkeit und seine Version unvergleichbar. Für das Original muss man allerdings etwas weiter ausholen: Als Urheber wird nämlich der US-Songwriter Billy Roberts gelistet... möglicherweise ging es da aber nicht ganz so mit rechten Dingen zu! Die Akkord-Folge klingt nämlich schwer nach dem Song "Baby, Please Don't Go Down Town" - und den hat Roberts' Ex-Freundin Niela Miller geschrieben. Die Copyright-Regelung trat allerdings erst später in Kraft, weswegen Niela nie die Lorbeeren für Hendrix' Erfolg einstreichen konnte.

    Niela Miller - "Baby, Please Don't Go Down Town"

  • Led Zeppelin - "Dazed and Confused"

    Ein Cover so ausreizen, dass man eines Tages selbst Urheber-Rechte am Song besitzt: Das können auch nur Led Zeppelin! Die Folk-Nummer "Dazed and Confused", im Original von Folk-Barde Jake Holmes, wurde von Robert Plant, Jimmy Page und Co. so dermaßen ausgebaut, dass man die Gemeinsamkeiten nur noch ganz leicht erkennt.

    Jake Holmes - "Dazed And Confused"

  • Disturbed - "Sound of Silence"

    Disturbed stehen seit jeher für knallharte Nu Metal-Töne - doch mit ihrem Cover von "The Sound of Silence" bewiesen David Draiman und Co. eindrucksvoll, dass sie auch mal ruhiger können. Was meint ihr? Bereitet die Version von Disturbed oder das Original von Simon & Garfunkel mehr Gänsehaut?

    Simon & Garfunkel - "Sound of Silence"

  • Johnny Cash - "Hurt"

    Mit seinen American Recordings-Alben hat sich Johnny Cash noch einmal in ganz neuem Gewand gezeigt und ausgewählte Songs gecovert. Manche Versionen wurden dadurch fast nochmal erfolgreicher als das Original so wie seine Version von "Hurt", das eigentlich von Nine Inch Nails kommt.

    Nine Inch Nails - "Hurt"

  • Motörhead - "Heroes"

    Klar - wir kennen und lieben David Bowie und seine Hymne "Heroes", doch auch das Motörhead-Cover, das nach Lemmy Kilmisters traurigen Tod veröffentlicht würde, sorgt noch heute für einen kleinen Klos im Hals. Einfach schön - beide Versionen!

    David Bowie - "Heroes"