13.08.2019 | Specials Die 10 besten Rock-Songs... aus Horrorfilmen

Rock bzw. Metal und Horror passen hervorragend zusammen! Zum 120. Geburtstag von Horror-Pionier Alfred Hitchcock haben wir hier die 10 besten Rock- bzw. Metalsongs aus Horrorfilmen für euch gesammelt.

Foto: Heorhii Heorhiichuk from Pexels

Eine Vorliebe für das Böse, morbide Themen und die finsteren Tiefen der menschlichen Seele: Zwischen Horrorfilmen und Metal gibt es einige Parallelen. Und obwohl Horrorfilme in ihren Soundtracks meist auf beklemmende Eigenkompositionen setzen, gibt es doch so manches Leinwandkunstwerk, das Songs aus der Rock- und Metal-Welt wiedergibt.

Wenn die Tage kürzer und die Nächte stürmischer werden, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um mal wieder einen richtig schönen Splatter-Film einzulegen. Und was wäre geiler, als das Blut zu harschen Gitarrenriffs durch die Gegend spritzen zu sehen?

Die 10 besten Rock-Songs (bzw. Metal-Songs) aus Horrorfilmen haben wir hier für euch gesammelt!

  • Tito & Tarantula – „After Dark“ (From Dusk Till Dawn) 

       
    In einer Auflistung der größten Rock- und Metalsongs aus Horrorfilmen darf ein Titel niemals fehlen: „After Dark“! Quentin Tarantino vor der Kamera, dazu George Clooney, das zwielichtige Titty Twister und auf der Bühne Tito & Tarantula – mehr muss man hier wirklich nicht sagen. Das Bild von Salma Hayeks Tanz in der Vampir-Bar im mexikanischen Outback und der Song dazu haben sich genauso in unser Gehirn gebohrt wie der Pflock in ihr Herz. 

  • Dokken – “Dream Warriors” (A Nightmare on Elm Street: Dream Warriors)

       
    Die Glam Metaller von Dokken feierten ihre größten Erfolge in den 80er Jahren. Wenn man heute an Sänger und Namensgeber Don Dokken, Gitarren-Mastermind George Lynch und Co. denkt, kommt einem vor allem ein Song in den Sinn: „Dream Warriors“. Erschienen auf dem 87’er Album Back for the Attack (der Höhepunkt der Karriere von Dokken), schrieben George Lynch und Bassist Jeff Pilson den Song als Titelsong zum dritten Freddy Krueger Film „A Nightmare on Elm Street: Dream Warriors“ (deutscher Titel: „Nightmare III – Freddy Krueger lebt“). Der Film an sich ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber der Soundtrack dank Dokken durchaus großes Kino. 

  • Fastway – “Trick or Treat” (Trick or Treat) 

       
    Die 80er waren eine gute Zeit für Horror-Filme mit Metal-Klängen (ob Satan da seine Finger im Spiel hatte?), aber manche stechen einfach heraus. „Trick or Treat“ zum Beispiel (deutscher Titel „Ragman“): ein Außenseiter findet erst Trost im Heavy Metal und dann tatsächlich satanische Rückwärtsbotschaften auf einer Schallplatte seines verstorbenen Idols – und der Horror nimmt seinen Lauf. Keine Geringeren als Ozzy Osbourne und Gene Simmons haben Gastauftritte in dieser Film-Perle, aber die Soundtrack-Ehren gebühren dabei der Band Fastway, mit „Fast Eddie“ Clarke von Motörhead und Bassist Pete Way von UFO. Play my tape for me tonight or die! 

  • Alice Cooper – “He’s Back (The Man Behind the Mask)” (Friday the 13th Part VI: Jason lives) 

       
    Jason lives! Und wenn sich einer mit gruseligen Gestalten auskennt, dann wohl Schockrocker Nr. 1 Alice Cooper. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis mal jemand auf die Idee kam, das Sinnvolle mit dem Logischen zu verknüpfen und Alice einen Song zu einem Horrorfilm beisteuern zu lassen. Wieso es so lange gedauert hat? Keine Ahnung. Hat sich das Warten gelohnt? Hell yeah. Im sechsten Teil der “Friday the 13th”-Reihe änderte sich der allgemeine Tonus von dunklem, brutalem Horror zu splattertastischem Horror-Entertainment – und wer könnte da besser den Ton angeben als ein New-waveisch gut gelaunt klingender Alice Cooper im Wald? Ch-ch-ch ha-ha-ha! 

  • Slayer – “Bloodline” (Wes Craven presents Dracula 2000)

    Horror und Metal funktionieren – und Slayer könnten unglaublich vielen Horrorfilmen noch die gewisse Note geben (zum Beispiel, wenn Nazi Zombies involviert sind). Besonders erwähnenswert ist der Soundtrack zu „Wes Cravens presents Dracula 2000“ aus dem Jahr – richtig – 2000. Während der Film selbst Kritiker nicht wirklich überzeugen konnte, besticht die musikalische Kulisse umso mehr: Darauf tummeln sich Bands wie Pantera, Monster Magnet, Disturbed, System Of A Down und mehr – und die Thrash Metal-Ikonen um Tom Araya und Kerry King präsentierten zum allerersten Mal ihren Song „Bloodline“, das ein Jahr später auf God Hates Us All erschien. 

  • Ramones – “Pet Sematary” (Pet Sematary) 

     
    Bei Stephen Kings Buch „Pet Sematary“ und dem gleichnamigen Film scheiden sich die Geister: Viele Fans fanden die Verfilmung alles andere als gut, andere vergötterten sie. So ähnlich erging es auch den Ramones mit ihrem Song „Pet Sematary“: Erschienen auf dem ‘89er Album Brain Dain, landeten die Ramones damit einen ihrer größten Hits – im gleichen Jahr war der Titel aber auch für eine „Schlechtester Song des Jahres“-Auszeichnung nominiert. Immerhin: Zumindest gegenseitig fanden sich King und die Ramones ziemlich gut. Angeblich aßen die Ramones eines Abends zusammen mit Stephen King zu Abend – dabei gab der Autor DeeDee Ramone eine bisher unveröffentlichte Ausgabe seines „Pet Sematary“-Romans und bat die Band, einen Song für den Soundtrack zu schreiben. DeeDee las das Buch und schrieb den Song danach in 40 Minuten – so erinnert sich zumindest Marky Ramone an die Geschehnisse. Stephen King erwähnte die Band schließlich auch in seinem Roman.

  • .45 Grave – “Partytime” (Return of the Living Dead) 

        
    The Return of the Living Dead (deutsch „Verdammt, die Zombies kommen“) ist DER Punk Rock Zombie Film schlechthin: In der Zombie-Komödie von Dan O’Bannon aus dem Jahr 1985 mischen hungrige Zombies eine Punk Clique auf, die einfach nur entspannt auf dem Friedhof abhängen wollten. Der Film strotzt nicht nur so vor 80er-Vibes und Slapstick, sondern hat auch einfach einen geilen Soundtrack. Ganz vorne mit dabei ist die Zombie-Partyhymne „Partytime“ von 45 Grave - schließlich schreit nichts so sehr nach Party wie ein nuklearer Sprengkopf zur Beseitigung einer Zombie-Apokalypse. 

  • Twisted Sister – “Heroes are hard to find” (Strangeland)

       
    Wir kennen Dee Snider hauptsächlich als schillernden Frontmann bei Twisted Sister – aber David Daniel Snider kann auch ganz anders! 1998 kam sein Film „Strangeland“ heraus und da hat Dee Snider nicht nur das Drehbuch geschrieben und Regie geführt, sondern spielt darin auch eine der Hauptrollen, übrigens neben Robert Englund (Freddy Krueger himself)! Außerdem hat Dee offensichtlich seine Connections in die Rockwelt genutzt, um zahlreiche Bands für den Soundtrack zu gewinnen. So hört man zum Beispiel Anthrax, Marilyn Manson, Coal Chamber und Pantera. UND dann hat er nach zehnjähriger Trennung seine Mannen von Twisted Sister erneut versammelt, um gemeinsam das Lied „Heroes are hard to find“ für den Soundtrack aufzunehmen. 

  • Tim Curry – “Sweet Transvestite” (The Rocky Horror Picture Show)

       
    Ist The Rocky Horror Picture Show ein Horrorfilm? Gemessen an heutigen Standards vermutlich eher nicht. Ist sie Kult? Absolut! Sind auf dem Soundtrack einige der ikonischsten Songs aller Zeiten zu hören? Definitiv! Und so sehr wir den „Time Warp“ verehren, wollen wir an dieser Stelle einem anderen Song huldigen: Tim Currys phänomenaler Darbietung von „Sweet Transvestite“. Wenn die Gitarre nach 52 Sekunden loslegt, wenn Tim Curry mit hochgezogener Augenbraue seine „Zero fucks given“-Attitüde raushaut – dann kriegt man auf jeden Fall ein bisschen Gänsehaut. Vor Freude.

  • Rob Zombie – “House of 1000 Corpses” (House of 1000 Corpses) 

       
    Rob Zombie ist vermutlich DIE Personifizierung von Metal meets Horrorfilm. Robert Cummings alias Rob Zombie (wenn man schon so heißt…) ist schließlich nicht nur Musiker, sondern auch Comic- und Drehbuchautor sowie vor allem Regisseur. Über 20 Filme, Fernsehshows und Musikvideos gehen auf sein Konto – in vielen davon unterlegt er seine Horror-Szenarien mit seinem ganz eigenen Heavy Industrial Metal Sound. Statt hier nun seine komplette Diskographie aufzuzählen, konzentrieren wir uns auf „The House of 1000 Corpses“: Der Song erschien auf Zombies zweitem Solo-Album The Sinister Urge im Jahr 2001 – und war gleichzeitig der Titelsong bei Rob Zombies gleichnamigem Horrorfilm und Regie-Debüt im Jahr 2003.