02.07.2019 | Music News Zakk Wylde: Black Label Society statt Guns N'Roses

In einem Interview erzählt der Gitarrist, wie eine Guns N'Roses-Probe dazu führte, dass er aus Ozzy Osbournes Band ausstieg und seine eigene Gruppe ins Leben rief.

  • Heute ist Zakk Wylde das Gesicht von Black Label Society.

    Heute ist Zakk Wylde das Gesicht von Black Label Society.

    Foto: Justin Reich
  • Doch in einem Interview erzählte der Gitarrist jetzt, dass er noch mit einer ganz anderen Band hätte durchstarten können.
	Foto: Andreas Lawen, Fotandi - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

    Doch in einem Interview erzählte der Gitarrist jetzt, dass er noch mit einer ganz anderen Band hätte durchstarten können.

    Foto: Andreas Lawen, Fotandi - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

  • So hat Mitte der Neunziger kein Geringerer als Axl Rose angerufen und ihn zum Jammen mit Guns N'Roses einzuladen.

    So hat Mitte der Neunziger kein Geringerer als Axl Rose angerufen und ihn zum Jammen mit Guns N'Roses einzuladen.

    Foto: Universal Music
  • Zakk war begeistert, doch drohte Gefahr zu laufen, seine Arbeit mit Ozzy Osbourne, in dessen Band er spielte, zu vernachlässigen.

    Zakk war begeistert, doch drohte Gefahr zu laufen, seine Arbeit mit Ozzy Osbourne, in dessen Band er spielte, zu vernachlässigen.

    Foto: Sony Music
  • Zakk musste bei Ozzy aufhören, doch gleichzeitig wurde es mit Guns N'Roses auch nichts. Stattdessen gründete er Black Label Society und obwohl wir diese Combo sehr gerne gesehen hätten, freuen wir uns tierisch darüber.
	Foto: Andreas Lawen, Fotandi - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

    Zakk musste bei Ozzy aufhören, doch gleichzeitig wurde es mit Guns N'Roses auch nichts. Stattdessen gründete er Black Label Society und obwohl wir diese Combo sehr gerne gesehen hätten, freuen wir uns tierisch darüber.

    Foto: Andreas Lawen, Fotandi - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Als Gitarrist von Ozzy Osbourne schaffte er seinen Durchbruch in der Rock-Welt, 1998 gründete er seine eigene Band Black Label Society. Doch wie Zakk Wylde jetzt in einem Interview mit dem Musicians Institute erzählte, hätte er auch mit einer anderen legendären Band durchstarten können: Guns N'Roses.

In ihrer Glanzzeit Mitte der Neunziger haben die Gunners den jungen Wylde gefragt, ob er nicht die Nachfolge von Rhythmusgitarrist Gilby Clarke antreten wolle, der 1991 Izzy Stradlin ersetzt hatte. Axl Rose hatte sich dazu sogar extra die Telefonnummer von Wylde besorgt und ihn persönlich angerufen.

"Ich hatte Axl zuvor nie getroffen! Er meinte nur, dass er mit Slash geredet habe, wer seiner Meinung nach an die Gitarre sollte und dann muss mein Name gefallen sein", so Zakk Wylde. "Also haben wir uns zum Jammen getroffen. Ich hatte die Zeit meines Lebens! Zu der Zeit haben wir das [Ozzy Osbourne-]Album Ozzmosis aufgenommen und zwischen den Sessions bin ich zurück nach Los Angeles gefahren und habe mich mit den Jungs im Proberaum getroffen. Es waren nur Ideen, die umhergeschwirrt sind."

Allerdings stellte sich schnell raus, dass zwei Rock-Giganten auf einmal wohl etwas zu viel waren. "Ozzy meinte: 'Hör mal, Zakk: Wir wollen auf Tour gehen. Kommst du mit? Du kannst gerne mit beiden spielen, aber ich brauche eine Antwort, weil ich sonst jemand anderen in die Band holen muss'". Wylde stieg daraufhin aus Ozzys Band aus, wartete allerdings vergeblich auf eine Zusage von Axl, Slash und Co..

"Ich saß also da und habe mich gefragt, was ich machen soll. Ich tourte nicht mit Ozzy, ich machte nichts mit Guns N'Roses und ich hatte all diese Riffs rumliegen. Also habe ich mir gedacht: 'Scheiß drauf!", und hab Black Label Society gegründet." 

Und damit ist er damals - im Gegensatz zu den Gunners - wohl ganz gut gefahren. In der Zeit, in der Axl Rose ohne Slash und Bassist Duff McKagan an einer neuen Platte arbeitete, veröffentlichte BLS sieben Studioalben und heute ist Zakk Wylde einer der anerkanntesten Heavy Metal-Gitarristen des Genres. Ob es mit Guns N'Roses auch so gelaufen wäre?