11.08.2020 | Music News Das Metal News-Update am 11.08.2020

Iron Maiden trauern in einem emotionalen Statement um ihren verstorbenen Produzenten, Rammstein könnten absahnen und Jamey Jasta will ein Metallica-Album neu aufnehmen. Das und mehr erfahrt ihr im ROCK ANTENNE Metal News Update!

Mit einem Klick zur Band: IRON MAIDENRAMMSTEINHATEBREED/METALLICASTONE SOURTOOLCONQUER DIVIDE

Iron Maiden: Trauer um verstorbenen Produzenten

Am Sonntag verstarb der legendäre Hard Rock- und Metal-Produzent Martin Birch. Jahrelang war er vor allem für Iron Maiden aktiv, für die er zwischen 1981 und 1994 zehn Alben produzierte.

In einem offiziellen Statement bekunden die britischen Heavy Metal-Legenden ihre Trauer. „Er war einfach absolut brillant“, so Bassist und Maiden-Gründer Steve Harris. „Er war nicht nur ein Produzent, er war ein Handwerker – er wusste, was er zu tun musste, um einen großartigen Sound zu bekommen.“

Auch Bruce Dickinson erinnert sich an Birch: „Für mich war Martin ein Mentor, der meinen Gesang komplett transformiert hat. Er war ein Psychotherapeut und – wie er sagte – ein Artist, der genau widerspiegeln konnte, was eine Band war.“

Birch starb im Alter von 71 Jahren – zu seinen bekanntesten Produktionen neben Iron Maiden gehören Werke von Deep Purple, Whitesnake, Black Sabbath, Fleetwood Mac und vielen vielen mehr.

Foto: Jens Koch / Universal

Vor etwas mehr als einem Jahr haben Rammstein mit ihrem Musikvideo zu „Deutschland“ mächtig beeindruckt. Aufwändigst gemacht und – Rammstein-typisch – kontrovers diskutiert. Aus künstlerischer Sicht jedoch zweifellos ein Meisterwerk.

Das sieht auch die Jury der Berlin Commercial Awards so, die den Clip der Neue Deutsche Härte-Riesen für gleich sieben Preise nominiert hat. Unter anderem für das „Beste Musikvideo“, das „beste Kostüm-Design“ und die „beste Kameraführung“.

Am 11. September wird der Preis in Berlin verliehen.

Man muss es so sagen – mit ihrem 2011er-Album Lulu, das Metallica mit Rock-Ikone Lou Reed aufgenommen haben, haben die Thrash Metaler nicht jeden Geschmack in ihrer Fan-Basis getroffen. Doch nun will es Hatebreed-Fronter Jamey Jasta besser machen.

Wie der Sänger via Twitter verkündete, möchte er die Platte zusammen mit Dee Snider, Sebastian Bach, Machine Head-Frontmann Robb Flynn und vielen weiteren neu einsingen. Dafür würde er 50.000 US-Dollar an die Metallica-Stifftung „All Within My Hands“ spenden.

„Damit will ich Lou Reed nicht angreifen“, betont Jasta. „Ich brainstorme gerade nur mit Ideen, während wir nicht auf Tour gehen können“. Auf ein Album seiner eigentlichen Band müssen die Fans leider noch warten. Aufgrund von Corona verschoben Hatebreed den Release-Termin zu ihrer neuen Scheibe auf vorerst unbestimmte Zeit.

Foto: Warner Music Group

Vor drei Jahren brillierten Stone Sour mit ihrer Scheibe Hydrograd nach der Tour war für Frontmann Corey Taylor erst einmal wieder Slipknot angesagt, nun konzentriert sich der Sänger auch auf ein Soloprojekt.

Dementsprechend wenig Zeit bleibt momentan für Stone Sour. Im Interview mit The Green Room sagte Taylor: „Es fühlt sich so an, als wäre Stone Sour momentan seinen Weg gegangen. Wir haben als Band darüber gesprochen und beschlossen, dass wir eine unbestimmte Pause einlegen. Jeder macht gerade ein bisschen sein eigenes Ding.“

Taylor selbst hat zuletzt die Songs „CMFT Must Be Stopped“ und „Black Eyes Blue“ veröffentlicht, die am 02. Oktober auch auf seinem Soloalbum erscheinen sollen.“

Tool: Neue EP aus der Quarantäne?

Geschlagene 13 Jahre haben Tool-Fans zwischen dem Album 10.000 Days (2006) und ihrer aktuellen Scheibe Fear Inoculum (2019) warten müssen. Noch einmal soll die Flaute – trotz Corona - nicht so lang andauern.

Im Interview mit cEvin Key sagte Drummer Danny Carey über die aktuelle Zeit: „Tool haben nicht geprobt. Wir haben eine kleine Pause gemacht. Eigentlich ist nichts passiert. Aber ich glaube es ist wieder an der Zeit.“

Demnach habe die Band auf den Zeitpunkt gewartet, wieder rauszudürfen und nun sehe es so aus, als ob man wieder arbeiten könne. „Für den Rest des Jahres wollen wir wieder funktionieren und vielleicht eine neue EP herausbringen… mindestens. Wir haben keinen Plattenvertrag mehr – wir können tun, was wir wollen – und wir können etwas veröffentlichen, wann wir wollen. Das ist ein gutes Gefühl.“

Foto: Travis Shinn

Conquer Divide: Hört hier den ersten neuen Song seit fünf Jahren

Meint man, dass Bands gerade in ihren Anfangsjahren möglichst viele Alben veröffentlichen, um sich einen Ruf zu erspielen, so wählten die Post Hardcorerinnen von Conquer Divide einen ganz anderen weg. Fünf geschlagene Jahre haben sie sich nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum Zeit gelassen und melden sich nun mit einer brandneuen Nummer zurück.

„Chemicals“ heißt die Single, Gitarristin Kristen Strugis sagt dazu: „Es geht um Sucht aus Sicht eines Künstlers. Zu oft wird Abhängigkeit unter den Teppich gekehrt oder sogar in gewisserweise unterstützt von Leuten, die im engsten Kreis des Abhängigen stehen. Manchmal ist eine Tour der schlimmste Ort für jemanden, der damit zu kämpfen hat“.

Ob „Chemicals“ nun ein neues Album oder eine EP ankündigt, ist nicht bekannt – aber der Track geht so oder so gut ins Ohr.